Laufmagazin - Ergebnisse
Resultate vom Marathon, Laufen und Ausdauersport

Seminare Laufreisen Firmenseminare Vorträge Laufartikel Ratgeber Walktreff unser Team
  unser Hotel Laufgourmet? Laufbücher Lauflinks Titelseite Impressum  

Copyright für alle Beiträge und Fotos im Online - Laufmagazin: Herbert Steffny
natürlich können Sie hierhin verlinken!


Weltrekord durch Dennis Kimetto über 25 km in Berlin (6.5.2012)

Berlin ist für Weltrekordversuche immer eine Reise wert. Nachdem der Marathonweltrekord in der Bundeshauptstadt mehrfach verbessert wurde, fiel nun auch der Weltrekord über 25 Kilometer. Der 28-jährige Sieger des Berliner Halbmarathons (59:14 min) Anfang April Dennis Kimetto, der bis vor kurzem unter dem Namen Dennis Koech geführt wurde, verbesserte in  1:11:18 Stunden die am gleichen Ort aufgestellte Marke von 1:11:50 Stunden seines Landsmanns Sammy Kosgei von 2010 deutlich. Im Februar gewann der 28-Jährige zudem den Halbmarathon von Ras Al Khaimah. Auch Wilfred Kigen (Kenia, 1:11:29) blieb als Zweiter noch unter dem alten Weltrekord. Bei den Frauen siegte Caroline Chepkwony in der Weltklassezeit von 1:22:56 Stunden vor Taemo Shumye Woldegebriel (ETH, 1:25:21) und der Französin Christelle Daunay (1:25:27).


Hannover Marathon - Äthiopier verlieren zweimal im Spurt (6.5.2012)

Beim Hannover Marathon kam es jeweils bei den Männern und Frauen zu Spurtsiegen, bei denen jeweils Äthiopier das Nachsehen hatten. Während Joseph Kiptum aus Kenia in 2:09:56 Stunden bei den Männer siegte, gewann die Russin Natalya Puchkova bei den Damen in moderaten 2:30:17 Stunden. Die 22 Jahre alte Katharina Heinig,  verfehlte zwar ihr Ziel unter 2:35 Stunden zu bleiben, stellte aber mit 2:39:03 Stunden noch Hausrekord auf. Allerdings musste die Tochter der früheren Weltklasseläuferin Katrin Dörre-Heinig (Marathon Olympia-Dritte 1988) sich der 43-jährigen Bernadette Pichlmaier geschlagen geben, die als Zehnte noch gute 2:38:17 Stunden erzielte.


Ergebnisse:

Männer Frauen
1. Kiptum, Joseph (KEN) 2:09:56
2. Chikuala, Megersa Bacha (ETH) 2:09:56
3. Kurui, Peter (KEN) 2:10:09
4. Bedada, Abdisa Sori (ETH) 2:10:15
5. Bekele, Tamrat Beyecha (ETH) 2:11:11
6. Matui, Amos (KEN) 2:11:33
7. Kiplagat, Elind (KEN) 2:14:27
8. Minnock, Barry (IRL) 2:17:40
9. Poch, Mike (GER) 2:29:23
10. Ocklenburg, Marc-André (GER) 2:33:37
1. Puchkova, Natalya (RUS) 02:30:17
2. Mekuria, Aberume (ETH) 02:30:17
3. Beriso, Halima Hassen (ETH) 02:30:26
4. Hayato, Zeineba Hasso (ETH) 02:30:27
5. Kuma, Eyerusalem (ETH) 02:30:33
6. Tadesse, Girma (ETH) 02:32:38
7. Malot, Leah (KEN) 02:34:44
8. Kergyte, Remalda (LTU) 02:35:20
9. Lina, Dace (LAT) 02:38:11
10. Pichlmaier, Bernadette (GER) 02:38:17
11. Heinig, Katharina (GER) 02:39:03


London Marathon - Kenia deklassiert Äthiopien - Keitany überragend
(22.4.2012)


Mary Keitany lernte ihre Lektion von New York 2011, wo sie zu ungestüm losrannte und am Ende müde werdend, noch von zwei Äthiopierinnen überlaufen wurde. Diesmal machte sie es umgekehrt und rannte in einem Steigerungslauf der starken Konkurrenz davon.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)



Beim 32. London Marathon musste zumindest für Kenia und andere wie das Gastgeberland Großbritannien die Entscheidung fallen, wer sein Land bei den Olympischen Spielen in London im August repräsentiert. In drei Startblöcken gingen über 37.000 Läufer auf die Strecke. Das Elitefeld war vom Feinsten, sozusagen nahezu das „Who is who“ der derzeitigen Elite, darunter der Weltrekordler Patrick Makau und der Doppelweltmeister Abel Kirui. Der möglicherweise 101 Jahre alte Fauja Singh startete ebenfalls wieder, vielleicht bei seinem letzten Marathon. Die Frauenelite ging 45 Minuten vor den Männern auf die Strecke.

Starkes Frauenfeld mit verhaltenem Start

Bei sehr guten sonnigen Wetterbedingungen um 11-13 Grad und Westwind von etwa 20km/h begann das neuerdings auch in London wieder mit zwei Hasen gelaufene Rennen bei den Frauen erst sehr zahm. Doch bei vier Kilometern beschleunigte die Kenianerin Lucy Kabuu das Tempo auf ein Tempo von 3:10 Minuten pro Kilometer. Das separierte erst mal Afrika vom Rest der Welt. Neben den beiden Äthiopierinnen Ejegayehu Dibaba, Aberu Kebede und Atsede Baysa war die kenianische Elite mit u.a. Lucy Kabuu, der Titelverteidigerin Mary Keitany, Berlin Siegerin Florence Kiplagat und Weltmeisterin Edna Kiplagat dabei. Die 2:18:20 Stunden Läuferin Lydia Shobukhova aus Russland sagte im Vorfeld den Start ab. Sie ist leicht verletzt und möchte sich nun ausschließlich auf Olympia vorbereiten.

ausführlich weiter hier




Zürich Marathon - Jubiläum mit Graupelschauer (22.4.2012)

Bei der 10. Austragung des Zürich Marathons sicherten sich Franklin Chepkwony aus Kenia und Workenesh Tola aus Äthiopien den Sieg. Die Schweizerin Maja Neuenschwander lief auf Platz Zwei und unterbot dabei mit 2:31:56 Stunden die Olympianorm deutlich. Um halb Neun setzten sich über 6.000 Läuferinnen und Läufer in Bewegung, die sich allein oder als Vierer-Team auf die Marathonstrecke wagten, zehn Minuten später wurden die über 1.600 Teilnehmer des erstmals ausgetragenen "10km cityruns" auf die Strecke geschickt. Dabei bekamen die Breitensportler die volle Wetterpalette eines April Sonntags geboten: Sonne, aber auch Regen- und gar Graupelschauer blieben nicht aus. Die Spitzenläufer waren dagegen meist bei Regen unterwegs: Etwa zwanzig Minuten nach dem Start setzte der Regen ein, und Windböen und die tiefen Temperaturen machten das Rennen nochmals ungemütlicher. Streckenrekorde waren bei diesen Bedingungen nicht zu erwarten.

Ergebnisse Herren

1. Franklin Chepkwony, KEN 2:10.58 Stunden
2. Shadrack Kemboi, KEN 2:11:11
3. Hailu Begashaw, ETH 2:11:14

  Ergebnisse Damen

1. Workenesh Tola, ETH 2:31:24
2. Maja Neuenschwander, SUI 2:31:56
3. Sheni Tigist Abdi, ETH 2:34:40


Boston Marathon - nach Rekordrennen 2011 diesmal mit Hitzeschlacht
(16.4.2012)

Traditionell am Montag, dem Patriots Day startete der Boston Marathon zum 116. Male, diesmal zu einem Hitzrennen bei dem Temperaturen von über 25 Grad erreicht wurden. Nachdem der Vorjahressieger und Favorit Geoffrey Mutai mit Magenproblemen vorzeitig bei 30 Kilometern am Heart Break Hill ausstieg, war der Weg zunächst für Levy Matebo und Martin Kisorio frei, die sich in Tempoverschärfungen zerrieben. Doch Landsmann Wesley Korir, der die Tempowechsel nicht mitmachte, sondern gleichmäßig weiter lief, fing diese noch ab und siegte mit deutlichem Vorsprung in 2:12:40 Stunden. Dem 29-Jährigen, der bereits zweimal Los Angeles gewann und 2011 in Chicago Zweiter wurde, gelang mit seiner geschickten Renneinteilung damit sein bisher größter Sieg. Das kenianische Treppchentrio vervollständigte Bernard Kipyego in 2:13:13 Stunden. Überraschungsvierter wurde der Amerikaner Jason Hartmann in 2:14:31 Stunden, der ebenfalls gleichmäßig konservativ durchlief. Auch bei den Damen setzte sich Kenia mit einem Dreifacherfolg durch. Die Hamburg Marathon Gewinnerin von 2010 und WM Dritte von Daegu 2011 Sharon Cherop siegte nach 2:31:50 Stunden vor Jemima Jelagat Sumgong (2:31:52 Stunden) und Georgina Rono (2:33:09 Stunden). 2010 stellte sie beim Sieg in Toronto mit 2:22:43 Stunden ihre persönliche Bestzeit auf.

Bei der Masterswertung gab es aus deutscher Sicht eine positive Überraschung. Der in Seattle/Washington wohnhafte Hanau-Rodenbacher Uli Steidl holte sich mit einer für die Temperaturen ordentlichen Leistung von 2:23:08 Stunden und als Gesamt-15.Platzierter den mit immerhin 10.000 Dollar dotierten Masterssieg. Trotz der Wärme beendeten 21.554 Läufer und damit rund 96 Prozent der Gestarteten das Rennen. Der Frauenanteil mit 8.966 Finisherinnen ist in den USA mit 41,2 Prozent rund doppelt so hoch wie bei deutschen Marathons. 193 Deutsche liefen bis ins Ziel, als Schnellster schaffte das der in Massachusets wohnende 35-jährige Jan H. Reiling, der als 295. des Gesamtklassements 2:53:36 Stunden benötigte. Schnellste deutsche Frau war die in Kalifornien wohnende 37-jährige Mara Stegemann in 3:33:32 Stunden.

 

Ergebnisse:

  Männer    
1. Wesley Korir KEN 2:12:40
2. Levy Matebo KEN 2:13:06
3. Bernard Kipyego KEN 2:13:13
4. Jason Hartmann USA 2:14:31
5. Wilson Chebet KEN 2:14:56
6. Laban Korir KEN 2:15:29
7. Michel Butter NED 2:16:38
8. David Barmasai KEN 2:17:16
9. Hideaki Tamura JPN 2:18:15
10. Mathew Kisorio KEN 2:18:15

 

  Frauen    
1. Sharon Cherop KEN 2:31:50
2. Jemima Jelagat-Sumgong KEN 2:31:52
3. Georgina Rono KEN 2:33:09
4. Firehiwot Dado ETH 2:34:56
5. Diana Sigei KEN 2:35:40
6. Rita Jeptoo KEN 2:35:53
7. Mayumi Fujita USA 2:39:11
8. Nadezdha Leonteva RUS 2:40:40
9. Svetlana Pretot FRA 2:40:50
10. Sheri-L. Piers USA 2:41:55


Wien mit Streckenrekord und Paula-Haile-Hatz
(15.04.2012)

Beim 29. Wien Marathon belegten dagegen gleich sieben Kenianer die ersten Ränge. Henry Sugut stellte bei seinem zweiten Sieg nach 2010 mit 2:06:58 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Bei den Damen gewann in 2:26:38 Stunden die mit dem äthiopisch-stämmigen Deutschen Musa Roba -Kinkal verheiratete Fate Tola für Äthiopien zum zweiten Mal in Folge. Mehr und mehr zeichnet sich auch in Deutschland ab, dass immigrierte AfrikanerInnen, das Ruder und die Nationalmannschaft übernehmen können. Damit wäre die Marathon-Misere natürlich wie in anderen Nationen, beispielsweise Frankreich, auch zu lösen. Der schnellste Mann in Wien, Haile Gebrselassie beschränkte sich nach seinem Rücktritt vom internationalen Marathongeschehen mit einem Showkampf über die halbe Distanz gegen Paula Radcliffe. Die Marathonweltrekordlerin bekam einen Vorsprung von 7:52 Minuten, den der Äthiopier aber schon nach gut 15 Kilometern aufgeholt hatte. Er gewann in 60:52 Minuten. Die Bronchitis-geschwächte Paula Radcliffe gewann zwar das Frauenrennen, enttäuschte bei dieser Tingeltour dagegen mit lediglich 72:03 Minuten. Beide wurden am Marathonwochenende vom österreichischen Präsidenten Heinz Fischer empfangen. Haile gab bekannt, dass er als nächstes ein 10 Kilometer Rennen in Manchester plane und dann seinen letzten Start über 10.000 Meter in Hengelo beabsichtige. Während für Gebrselassie die Olympiapläne begraben sind, möchte sich Paula Radcliffe nun voll auf den olympischen London Marathon konzentrieren, für den am 5.8.2012 der Startschuss fällt.

Marathon Männer:
1. Henry Sugut (KEN) 2:06:58 - Streckenrekord
2. Gilbert Yegon (KEN) 2:07:38
3. John Kiprotich (KEN) 2:07:44
4. Gilbert Kirwa (KEN) 2:08:09
5. Willy Kibor (KEN) 2:08:32
6. John Komen (KEN) 2:09:24
7. Geoffrey Ndungu (KEN) 2:10:00
8. Artur Koslowski (POL) 2:10:58
9. El-Hassane-Ben Lkhainouch (FRA) 2:11:06
10. Arkadiusz Gardzielewski (POL) 2:11:34

24. Roman Weger (AUT) 2:24:53

  Marathon Frauen:
1. Fate Tola (ETH) 2:26:39
2. Olga Glock (RUS) 2:27:18
3. Helalia Johannes (NAM) 2:27:20
4. Olha Kalenarova-Ochal (POL) 2:31:33
5. Lydia Rutto (KEN) 2:31:57
6. Maryna Damantsevich (BLR) 2:32:18
7. Nonata Da Silva Cruz (BRA) 2:32:46
8. Anastassia Dashkewich (BLR) 2:34:11
Halbmarathon Männer:
1. Haile Gebrselassie (ETH) 60:52
2. Philemon Rono (ETH) 65:48
3. Karl Aumayr (AUT) 67:42

  Halbmarathon Frauen:
1. Paula Radcliffe (GBR) 1:12:03
2. Valentine Kibet (KEN) 1:13:30
3. Lene Hjelmsø (DEN) 1:16:52


Paris Marathon - Streckenrekord durch Biwott und Beyene
(15.04.2012)

In Paris lief der 25-jährige Kenianer Stanley Biwott in 2:05:12 Stunden einen neuen Streckenrekord vor den Äthiopiern Raji Assefa (2:06:24 Stunden) und Sisay Jisa (2:06:27 Stunden). Bei kühlem windigem Wetter um 8 Grad Celsius an der Seine knackte auch die Äthiopierin Tirfi Beyene in 2:21:40 Stunden den Streckenrekord und verbesserte ihren Hausrekord dabei um 64 Sekunden. Zweite wurde mit etwa einem Kilometer Rückstand die Türkin Sultan Haydar (2:25:09 h). Die Sieger kassierten je 50.000 Euro. 32.980 Läufer finishten in Zeiten bis um 7:00 Stunden, darunter 6.354 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 19,3 Prozent.

Ergebnisse:

  Männer    
 Stanley  BIWOTT   KEN   2:05:12 
 Raji  ASSEFA   ETH   2:06:24 
 Sisay  JISA   ETH   2:06:27 
 Eric  NDIEMA   KEN   2:06:37 
 Terefi  BALCHA   ETH   2:07:38 
 Eshetu  WENDIMU   ETH   2:07:54 
 Debebe  TOLOSSA   ETH   2:08:18 
 Joseph  LAGAT   KEN   2:08:38 
 Shumye  ALEMAYEHU   ETH   2:09:09 
10   Tariku  JUFAR   ETH   2:09:19 
  Frauen    
 Tirfi  BEYENE   ETH   2:21:40 
 Sultan  HAYDAR   TUR   2:25:09 
 Makda  HARUN   ETH   2:26:46 
 Goitetom  TESEMA   ETH   2:27:28 
 Meseret  LEGESSE   ETH   2:28:18 
 Shitaye  BEDASO   ETH   2:30:02 
 Frehiwat  GOSHU   ETH   2:30:38 
 Natalya  SERGEYEVA   RUS   2:33:01 
 Julia  MUMBI   KEN   2:33:03 
10   Jane  FARDELL   ETH   2:39:05 


Mailand Marathon - Kenia Doppelsieg
(15.04.2012)

In Mailand gab es bei der 12. Auflage ebenfalls einen Kenia-Doppelsieg. Bei regnerischem Wetter gewann Daniel Too in 2:08:39 Stunden knapp vor Landsmann Nickson Kurgat (2:08:43 Stunden) und dem Äthiopier Worku Gemechu (2:08:48 Stunden). Die Kenianerin Irene Jerotich Kosgei setzte sich in 2:31:07 Stunden gegen die Italienerin Emma Quaglia durch.

Ergebnisse:

Männer:

1. TOO DANIEL K. KEN  02:08:39
2. KURGAT NICKSON KEN 02:08:43
3. GEMECHU WORKU BIRU ETH 02:08:48
4. SANG ELIJAH KIPRUTO KEN 02:11:44
5. TOLCHA BERHANU SHIFERAW ETH 02:11:54
6. CALDEIRA FRANK BRA  02:12:03
7. LAHCEN MOKRAJI MAR  02:14:13  
8. DESOUSA ANCELMO DAMIAO BRA  02:14:14
9. GUALDI GIOVANNI ITA 02:15:25
10. WISSEM HOSNI TUN  02:16:35

  Frauen:

1. KOSGEI IRENE JEROTICH KEN  02:31:07
2. QUAGLIA EMMA ITA 02:31:15
3. HABTEMARIAM NEBIAT ERI 02:38:09


Rotterdam Maraton - Wind verbläst Unternehmen Weltrekord
(15.04.2012)

Das erste große Marathon Wochenende brachte nicht die erwartete Korrektur der von den Äthiopiern beherrschten Weltranglisten 2012. Im Gegenteil – nun stehen sogar fünf 2:04 Stunden Äthiopier vor einem Kenianer (Jonathan Maiyo 2:04:56 Stunden) und bei den Damen stehen nun zwei an der Spitze. Den Kenianern um Moses Mosop misslang auch der angekündigte Großangriff auf den Weltrekord in Rotterdam. Bei Halbmarathon in 61:37 Minuten sah alles noch recht vielversprechend aus. Aber statt Mosop rannten danach die beiden Äthiopier Yemane Adhane und Getu Felete bis Kilometer 35 auf Rekordkurs und verpassten im Finale bei empfindlichem Wind ab Kilometer 30 und 8 Grad den Weltrekord von Patrick Makau (Berlin 2011) dennoch deutlich. Mit 2:04:47 und 2:04:48 Stunden belegen die beiden Äthiopier nun immerhin Platz 8 und 10 der ewigen Weltbestenliste. Adhane lief bereits in Dubai im Januar seine bisherige Bestzeit mit 2:06:29 Stunden. In Berlin lief er 2009 bei der WM immerhin als Vierter ein. Der Zweite Feleke hatte sogar eine schnellere Bestzeit mit 2:05:44 Stunden aufzuweisen, die er bei seinem Sieg in Amsterdam 2011 erzielte.

Hinter dem äthiopischen Duo erreichte Favorit Moses Mosop immerhin noch Hausrekord in 2:05:03 Stunden und Platz 16 der ewigen Weltbestenliste. Sein Trainer Renato Canova sprach hinterher von einer verhärteten Wade. Der Mitfavorit und Edelhase Peter Kirui, Tempomacher bei Makaus Weltrekord in Berlin und Wilson Kipsang Sieg in Frankfurt (2:03:42 Stunden), stieg wie sein debütierender Landsmann Sammy Kitwara nach dem Halbmarathon aus. Bei der Pressekonferenz erklärte der Sieger hinterher, dass man sich in Äthiopien nach dem Debakel 2011, wo ihr Bester nur Platz 21 der Weltbestenliste einnahm, zusammengesetzt habe und analysiert was falsch gelaufen sei. Der Focus im Training läge nun mehr auf Tempoarbeit.

Auch bei den Frauen trumpften die Äthiopierinnen auf, die Siegerin stahl genau genommen eigentlich den Männern die Show. Tiki Gelana siegte in einem sehr gleichmäßig gestalteten Rennen in 2:18:58 Stunden (21,1km 69:31 Minuten) und stellte damit einen neuen Landesrekord auf, den im Januar in Dubai gerade erst Aselefech Mergia in 2:19:31 Stunden rannte. Sie unterbot zudem den 14 Jahre alten Streckenrekord, den die Kenianerin Tegla Loroupe seit 1998 mit 2:20.47 Stunden, dem damaligen Weltrekord hielt. Gelana, deren Bestzeit mit 2:22:08 Stunden vom Sieg beim Amsterdam Maathon 2011 stammte, ist nun die viertschnellste Läuferin der Marathon-Geschichte. Bester Nichtafrikaner war der Niederländer Koen Raymaekers in flotten 2:10:35 Stunden. Erfreulich aus deutscher Sicht: auf dem 20.Platz landete beim Debüt in 2:16:40 Stunden der 22-jährige Berliner Robert Krebs. 7.525 Läufer beendeten den Marathon.

Ergebnisse:

  Männer:    
1 Yemane Adhane ETH 2:04:48
2 Getu Feleke ETH 2:04:50
3 Moses Mosop KEN 2:05:03
4 Stephen Kibet KEN 2:08:05
5 Stephen Chemlany KEN 2:10:08
6 Koen Raymaekers NED 2:10:35
7 Dylan Wykes CAN 2:10:47
8 Mariusz Gizynski POL 2:11:20
9 Ignacio Cáceres ESP 2:11:58
10 Rachid Kisri MAR 2:12:17
  ...      
20 Robert Krebs GER 2:16:40

 

  Frauen:    
1 Tiki Gelana ETH 2:18:58
2 Valeria Straneo ITA 2:23:44
3 Merima Hasen ETH 2:25:48
4 Miranda Boonstra NED 2:27:32
5 Lanni Marchant CAN 2:31:51


 


Arne Gabius erreicht 3.000m Finale bei Hallen WM (9.3.2012)

Der "Kampfläufer" Arne Gabius, der schon beim Trierer Silvesterlauf den Afrikanern ordentlich Paroli bot und nach seinem Trainingslager in Kenia/Iten in Karlsruhe am 12.2.2012 eine neue erstklassige persönliche Hallenbestzeit über 3.000 Meter mit 7:38:13 Minuten aufstellte, hat sich bei der Hallen-WM in Istanbul im Vorlauf durchgesetzt und das Finale (Sonntag 11.3.2012) erreicht. Im schnelleren ersten Vorlauf konnte er sich über die Zeit qualifizieren. In den beiden Vorläufen siegten die beiden die Jahresweltbestenliste anführenden Kenianer Edwin Soi und Augustine Choge. Damit hat der Tübinger sein Mindestziel erreicht. Die Sieger kassieren 40.000 US Dollar, das Preisgeld geht bis zum 6. Platz, wofür es immerhin noch 4.000 US Dollar gibt. Eine Platzierung unter den ersten sechs wäre allerdings angesichts des sehr starken Felds schon eine Sensation. Der 31-Jährige ist der einzige deutsche Vertreter auf den Mittel- oder Langstrecken bei den Männern.

1. Vorlauf
1. Edwin Cheruiyot Soi KEN 7:49.48Q
2. Craig Mottram AUS 7:49.62Q
3. Moses Ndiema Kipsiro UGA 7:49.71Q
4. Yenew Alamirew ETH 7:49.92Q
5. Lopez Lomong USA 7:50.36q
6. Yoann Kowal FRA 7:50.47q
7. Arne Gabius GER 7:50.70q
8. Elroy Gelant RSA 7:52.35q
9. Bilisuma Shugi BRN 7:53.62
10. Juan Luis Barrios MEX 7:54.07
  2. Vorlauf
1. Augustine Kiprono Choge KEN 7:57.49Q
2. Mohamed Farah GBR 7:57.59Q
3. Bernard Lagat USA 7:57.68Q
4. Dejen Gebremeskel ETH 7:57.69Q
5. Hayle Ibrahimov AZE 7:57.79
6. Yohan Durand FRA 7:59.10
7. Víctor García ESP 7:59.85
8. Polat Kemboi Arikan TUR 8:02.37
9. Alemu Bekele BRN 8:02.83
10. Robert Kajuga RWA 8:07.44
11. Cornelius Panga TAN 8:15.20


Lake Biwa Marathon - Pole Henryk Szost läuft 2:07:38 (4.3.2012)

Beim 67. Lake Biwa Mainichi Marathon in Otsu war der in Japan lebende Sieger Samuel Ndungu aus Kenia beim Debüt gleich schneller als der Sieger beim renommierteren Tokio Marathon vor zwei Wochen. Bei kühlen regnerischen Bedingungen, eigentlich kein Wetter für Kenianer, wurden zudem ein Platz für das japanische Olympiateam an den Vierten Ryo Yamamoto vergeben. Japan hat in diesem Jahr bereits acht(!) Läufer, die die 2:10 Stunden Grenze unterboten haben. Bei Halbmarathon (63:38 Minuten) war noch eine große Gruppe von 40 Läufern zusammen. Nach 30 Kilometern konnte sich Ndungu erfolgreich absetzen. Die Überraschung aus europäischer Sicht war aber der Pole Henryk Szost, der mit 2:07:39 Stunden seine persönliche Bestleistung aus Frankfurt vom Vorjahr (Platz 12, 2:09:39 Stunden) um zwei Minuten und den polnischen Rekord von Grzegorz Gajdus (2:09:23 Stunden, 2003) um 1:44 Minuten verbesserte. Vor vier Jahren belegte der 30-jährige Pole bei den Olympischen Spielen in Peking den 34. Platz in 2:19:43 Stunden.

Ergebnisse:
1. Samuel Ndungu (KEN/Team Seiko) - 2:07:04
2. Henryk Szost (POL) - 2:07:39
3. Abdellah Taghrafet (MAR) - 2:08:37
4. Ryo Yamamoto (JPN) - 2:08:44
5. Kentaro Nakamoto (JPN) - 2:08:53
6. Tomoyuki Morita (JPN) - 2:09:12
7. Takashi Horiguchi (JPN) - 2:09:16
8. Masashi Hayashi (JPN) - 2:09:55
9. Takehiro Deki (JPN) - 2:10:02
10. Ernest Kebenei (KEN) - 2:10:04
11. Hiroyuki Horibata (JPN) - 2:10:05
12. Ruggero Pertile (ITA) - 2:10:06
13. Suehiro Ishikawa (JPN) - 2:11:13
14. Tomoyuki Sato (JPN) - 2:12:19
15. Naoki Okamoto (JPN) - 2:12:31

 

zurück zur Laufmagazin Übersicht

Mehr Lust auf Lesen ?

meine Lauf- und Walkingbücher

Home

Inhaltsverzeichnis